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Willkommen bei der Feuerwehr Altlandsberg

Der Ernstfall kommt ...


Der Ernstfall kommt schneller, als man 112 wählen kann!
 
Wer kennt sie als Dorfkind nicht? Diese Angst, dass sich ein Feld bei Temperaturen jenseits der 30 Grad entzündet, innerhalb kürzester Zeit lichterloh in Flammen steht und einem die Bude unter dem sonnengegerbten Hinterteil wegzündelt?
Zu diesem wichtigen Thema „Vegetationsbrände“ fand am Freitag, den 07.07.23 im Ortsteil Buchholz unsere Ausbildung mit allen Löschgruppen der FF Altlandsberg statt.
Der Mittag diesen Tages hat uns die Notwendigkeit dieser Ausbildung, wie auf Bestellung, vor Augen geführt. Ein, zum Glück, kleiner Feldbrand von 6 Hektar Größe konnte zwischen Wegendorf und Wesendahl erfolgreich bekämpft werden!
Unsere Löschgruppe trudelte gegen 17.15 Uhr am Gerätehaus ein, um Bierzeltgarnituren und Verpflegung in unseren Anhänger zu laden. Wir hüpften in Hupf Dünn, warfen Hupf dick für den Ernstfall ins MTF und ab ging die wilde Fahrt nach Buchholz.
Um 18.30 Uhr fiel der Startschuss für zwei äußerst lehrreiche und unterhaltsame Stunden, mitten auf dem Feld.
Vorher hieß es Sammeln, Shake Hands, Small Talk und Aufteilen! Die Schaulustigen wurden heut gern gesehen, gruben die Klappstühle aus, zischten Kaltgetränke, und wienerten die Handykameralinsen! Groupies haben wir leider nur im Einsatz, und dann meist von der aufdringlichen Sorte…Was uns heut wohl erwartet, wird es möglicherweise noch spannender als erwartet und warum lag da überall Stroh?!
Fragen über Fragen!
Uns wurden die 3 Stationen des heutigen Unterhaltungsprogramms nun in aller Kürze erläutert!
An der für uns ersten Station hieß es das Prinzip „Pump&Roll“ zu begreifen und anzuwenden! Zwei D-Schläuche, die jeweils von einem Trupp bedient wurden, wurden an die Pumpe angeschlossen, der „Maschi“ latschte aufs Gas und wir wurden als zappelnde Patsche übers Feld gepflügt…..Spaß beiseite!
Der Maschinist fuhr im Schritttempo vorweg, ein Trupp lief neben dem Fahrzeug und bewässerte Glutnester mit dem Sprühstrahl und der nachfolgende Trupp lief hinterher und arbeitete nach. Ein Kamerad behielt den Füllstand des Wassers im Auge und gab regelmäßig Meldung an den Maschinist!
Das Fahrzeug wurde geparkt, die Pumpe ausgestellt und die Station wurde gewechselt!
Als nächstes wurden wir mit der Frage konfrontiert, wie wir möglichst viel Schlauchmaterial und, damit einhergehend, auch Wasser durch unwegsames Gelände bekommen!
Wir bekamen gezeigt, wie man möglichst schnell im Trupp Schläuche rollt, löscht, dann den Schlauch mit dem Strahlrohr abknickt, um den Wasserdruck zu mindern, Strahlrohr ab, neuer Schlauch angekuppelt, weiter marschieren, dabei löschen, und „dat Janze“ von vorn! In Perfektion und als eingespieltes Team dann natürlich in affenartiger Grazie und raketenartiger Geschwindigkeit!
Die Königsdisziplin war an dieser Station der Schlauchrucksack, mit dem man noch mehr Schlauch in noch kürzerer Zeit transportieren und mit kühlem löschendem Nass füllen kann!
An der letzten Etappe unseres Ausbildungsabenteuers durften wir autarke Gerätschaften zum Löschen von Glutnestern jetzt selber ausprobieren.
Nun erklärte sich auch das viele viele Stroh!
Wir verteilten es und simulierten einen Feldbrand. Es kamen Patschen und Löschrucksäcke zum Einsatz. Man agierte wieder mit seinem Truppmann und erstickte die Glut im Team.
Als dann die Gorguihacken durch den Boden pflügten, um eine möglichst breite vegetationsfreie Fläche zu schaffen, wusste in diesem Moment jeder:
„Feuer in Wald und Flur ist echt böse und hat durch Wind und Hitze immer einen fiesen Beigeschmack und ein nicht vorhersehbares Eigenleben……..und es ist harte Arbeit seinen Charakter zu brechen!“
Für uns „Greenhorns“ war diese Ausbildung sehr aufregend, spannend und man konnte Techniken ausprobieren, um im Ernstfall auch mit anpacken zu können.
Nachdem unsere Köpfe rauchten und unsere Körper streikten, wurden die Einsatzfahrzeuge im Reih und Glied geparkt. Wir glänzen vor Schweiß in Hupf dünn und grinsten nun freudestrahlend in die Kamera, um auf unserem neuen Gruppenfoto zu strahlen!
Die Ausbildung endete mit einem wundervollen Sonnenuntergang.
In Buchholz wurden wir mit kühlen Getränken und Bratwurst empfangen und stärkten statt unserem Geist nun unsere gestählten Waschbärbäuchlein.
Unser Stadtbrandmeister hatte noch eine besondere Überraschung im Petto und holte Ernennungen und Beförderungen der Kameraden nach, die bei der diesjährigen JHV gefehlt haben. Applaus wurde gespendet, Strichlisten über die nächsten „Runden“ gefüllt und unter Gratulationen, frechen Sprüchen und viel Herzlichkeit ließen wir den Abend entspannt ausklingen.
Unseren langjährigen Kameraden Herbert und Berthold Gesche haben wir besonders zu danken, da sie diese Ausbildung erst ermöglichten, indem sie uns ihr Feld für einsatztaktische Übungszwecke zur Verfügung stellten.
Ein großes Bienchen haben sich unsere Ausbilder für ihr Engagement und den unendlichen Enthusiasmus und ihre Engelsgeduld beim Erklären und unterrichten verdient.
Ohne die tolle und liebevolle Organisation und das wochenlange Brainstorming im Vornherein, wäre die Ausbildung nur halb so spannend geworden. Also ein fettes „Ihr seid die Besten“ an die Führungskräfte und Helfer, die alles so toll auf die Beine gestellt haben.
Ein ganz besonderer Dank geht natürlich auch an die Feuerwehrvereine für die tolle Bewirtung.
Ihr seht wieder einmal, was für Spaß und Laune Kameradschaft bringt. Und wenn man dabei noch Leben retten kann und in schnittiger Einsatzkluft dufte aussehen kann, dann wird das Leben umso lebenswerter.
Zückt euren Glückskulli, unterschreibt Euren Antrag und werdet Teil von etwas Großartigem. Helft uns zu helfen!
 
Wir warten auf Euch!
 
Kathleen Schmeller
Löschgruppe Wegendorf
 
????Für die tollen Bilder sagen wir Vielen Dank an JP Gansewendt Photography @jp_gansewendt_photography_112 ????
http://www.jp-gansewendt-photography.de