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24.06.2017

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18.09.2017

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Willkommen bei der Feuerwehr Altlandsberg

25.03.2017

Großübung Gefahrstoffaustritt


Am Samstag, den 25. März 2017 wurden wir zu einem Gefahrgutunfall alarmiert, da wir Bestandteil der Gefahrstoffeinheit des Landkreises sind. Mit dem Rüstwagen und dem Gerätewagen Logistik, der mit unseren Rollcontainern für Gefahrstofflagen beladen wurde sind wir nach Hoppegarten aufgebrochen. Die Besatzung bestand ausschließlich aus Atemschutzgeräteträgern und besonders ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden, um bei solchen Lagen auch im Gefahrenbereich vorgehen zu können. Da es früh am Morgen war und einige Kameraden aus dem Schlaf gerissen wurden, haben sich diese noch im Gerätehaus rasiert. Ein nicht alltägliches Bild, was allerdings die Vorhaltung von entsprechenden Utensilien auf den Löschfahrzeugen bestätigt hat. Auch einige lang gepflegte Bärte wurden gestutzt um bei diesem Stichwort Hilfe leisten zu können. Das zeigt die richtigen Prioritäten unserer Einsatzkräfte wenn es drauf ankommt.

 

Auf der Anfahrt wurde bereits das Wetter und die Windrichtung überprüft um einen sinnvollen Bereitstellungsraum weit vor dem eigentlichen Einsatzort anzufahren, was bei einer solchen Lage von herausragender Bedeutung ist. Im Bereitstellungsraum wurde den Einsatzkräften klar, dass es sich um eine Übung handelte. Somit setzte eine Erleichterung ein, die Motivation blieb dennoch ungebremst. Nach einiger Zeit sammelte sich die gesamte Gefahrstoffeinheit im Bereitstellungsraum und fuhr nach Anweisung der Einsatzleitung geschlossen die Einsatzstelle an.

Schnell wurden Lageinformationen gesammelt, Fahrzeuge entladen und die Gerätschaften vorbereitet. Unser Auftrag war die Abdichtung des Lecks am Tank, aus dem ein Gas austrat. Beim betroffenen Stoff handelte es  sich um Propan, ein tief kalt verflüssigtes Gas. An der Austrittsstelle herrschen Temperaturen von unter -40 °C. Nachdem die angemessene Schutzausrüstung bestimmt wurde konnte diese angelegt werden. Die Vorhaltung von speziellen Thermohandschuhen auf unseren Rollcontainern hat sich in diesem Fall bewährt, zumal der Umgang mit Propangas in vielen Bereichen alltäglich ist.

 

Ausgerüstet gingen die Einsatzkräfte zum Tank vor. Die Abdichtung erfolgte mit einem Holzpflock und angefeuchtetem Hanf. Durch die tiefen Temperaturen würde diese Kombination gefrieren und so zu einer Abdichtung führen. Die anwesenden Vertreter des Betreibers hoben die gefundene Lösung als absolut zielführend hervor. Dies war ein tolles Feedback von Fachleuten an unsere Einsatzkräfte.

 

Nach erfolgreicher Auftragserfüllung und dem Rückbau haben wir gemeinsam mit den anderen Einsatzkräften der tätigen Feuerwehren und anderen Organisationen zu Mittag gegessen.

Bei diesem Einsatz war auch die Brandschutzbereitschaft des Landkreises vor Ort, da auch die Evakuierung eines Absperrbereiches geübt werden sollte. Der Radius dieses Bereiches würde bei 1000 Metern um die Austrittsstelle liegen.

 

Die Feuerwehr Altlandsberg war jedoch nicht nur direkt am Schadensort tätig: zwei Führungskräfte unterstützten auf Anforderung der Einsatzleitung im Führungsstab. Da die Feuerwehren der umliegenden Orte in die Übung eingebunden waren sicherten wir zusätzlich mit 12 Einsatzkräften den Brandschutz und die Hilfeleistung durch eine Einsatzbereitschaft im Gerätehaus ab um unverzüglich ausrücken zu können.

 

Unseren Einsatzkräften hat die Übung viel Spaß gemacht. Daher haben die Kameraden auch gern über den ein oder anderen verlorenen Bart hinweggesehen. Wir bedanken uns daher bei den Organisatoren und der beteiligten Firma für die Möglichkeit einer realitätsnahen Übung. Wir konnten so unseren Ausbildungsstand überprüfen, weitere Handlungsfelder identifizieren, aber auch noch die ein oder andere notwendige Beschaffung erkennen.